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| Das Problem beim Betanken von Booten und Yachten ist allgemein
bekannt:
Einerseits möchte man den oder die Tanks optimal füllen um die volle Tankkapazität zu nutzen, andererseits muss man jegliches Überlaufen von Kraftstoff vermeiden. Die Tankpistole am Einfüllstutzen schaltet in der Regel von selbst automatisch ab, aber auf den Überlauf aus der Tankbelüftung hat die tankende Person keinen Einfluss. Ergebnis: Man tankt aus Sicherheit nie ganz voll und verschenkt unnötig Tankkapazität. Da die Füllstandsanzeigen selten genau arbeiten, weiß man nie mit Sicherheit, wie viel Liter wirklich an "voll" fehlen. |
Dieses Problem habe ich durch einen relativ einfachen Umbau bzw.
Zusatz bei mehreren Yachten beseitigt.
Der Grundgedanke ist einfach: Die Tankbelüftung, die gleichzeitig auch als (unerwünschter) Überlauf fungiert, wird nicht direkt nach aussenbords sondern in einen transparenten Zwischentank geleitet. Dieser wird so angeordnet, dass man ihn beim Tanken beobachten kann. Ist der Tank voll, füllt sich dieser Zwischentank und man kann das Tanken rechtzeitig stoppen bevor der Zwischentank seinerseits überläuft. Sehen Sie sich die folgenden Beispiele und Erklärungen an. Der Aufwand ist gering, der Nutzen aber sind volle Tanks und kein überlaufender Kraftstoff. |
| BEISPIEL
1
Bei diesem Boot führten die zwei Schläuche der Tankbelüftung ursprünglich direkt nach aussenbords. (Im oberen Bild in der linken unteren Ecke) Sie wurden etwas verlängert und in einen transparenten 10-Liter-Kanister geführt. Von diesem Zwischenbehälter geht die Entlüftungsleitung im hoch gezogenen Bogen (grüner Schlauchbogen) an den ursprünglichen Borddurchlass nach aussen. Der Kanister kann während des Tankens (nach Öffnen einer hier nicht zu sehenden Schranktür) beobachtet werden. Sobald der Tank randvoll ist, läuft der Kraftstoff jetzt nicht nach außen sondern in den Kanister. Das kann man beobachten und reagieren. |
Bringt man am Kanister Markierungen an, kann man den Kraftstoffverbrauch sogar auf den Liter genau ermitteln. Beim ersten Motorlauf wird der Kanister bis auf einen kleinen Rest wieder leer gesaugt. Der Zwischenbehälter ist kraftstofffest, hat eine grosse Öffnung für das Anbringen der Anschlüsse und ist solide mit zwei Gurten befestigt. Die Schlauchanschlüsse bestehen aus normalen Kunststoff-Borddurchlässen. |
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BEISPIEL 2
Hier ist eine andere Lösung, bei der kein passender Platz für einen Zwischenbehälter und dessen Montage vorhanden war. Als Ersatz für einen "Zwischenbehälter" wurde ein transparenter Kunststoffschlauch von gut 4 Meter Länge und 40mm Innendurchmesser verwendet. Das sind 5 Liter Inhalt. Der Schlauch der werkseitig vorhandenen Tankbelüftung wurde durchtrennt und der "Zwischenbehälter-Schlauch" eingefügt. Dieser konnte dann in Spiralen hinter eine Verkleidung geschoben werden und ist durch eine Klappe sichtbar. Im oberen Bild sieht man in der Ecke links unten den vom Tank kommenden Schlauch, der nach den drei Windungen oben verschwindet und bis unter das Deck läuft. Im unteren Bild sieht man rechts den von oben kommenden und zum Borddurchlass etwas tiefer laufenden Teil des Schlauches. Beim Tanken beobachtet man den Schlauch bis es in den Spiralen zu blubbern anfängt. Zeit genug, um dem Tankwart "STOP" zuzurufen. Das geht hervorragend und der Tank ist, ohne einen Tropfen zu verlieren, mit Sicherheit voll. Diese Variante mit dem transparenten Schlauch ist einfach und bei fast jedem Boot zu installieren. Grundregel: Viel Transparenter Schlauch so dicht wie möglich an den Tank und vor dem Borddurchlass so hoch wie möglich verlegen. |